Kramgassleist
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Sinn und Zweck

Geschichte des Kramgassleist

Am 29. November 1883 gründeten sechs Geschäftsinhaber der Kramgasse die Kramgass-Gesellschaft, den heutigen Kramgassleist. Sie befürchteten eine zunehmende Bedeutungslosigkeit der Kramgasse und wollten dagegen angehen, indem sie an die Attraktivität früherer Zeiten anknüpfen.

 

Schwindende Attraktivität

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war die Kramgasse eine lebendige, pulsierende Gasse. Auf ihr fand der Markt statt, in den Lauben wurde geschwatzt, Stundenten aus der nahen Universität trieben sich hier um, in unzähligen Kneipen und Kellern wurde Wein getrunken. Aber dann kam die Eisenbahn und mit ihr der Bahnhof bei der Hl. Geist-Kirche. Da die neue Lorrainebrücke den Verkehr direkt zum Bahnhof brachte, verlagerte sich das Geschäftsleben. Die obere Altstadt wurde zum neuen Einkaufs- und Begegnungszentrum. Am 1. Juli 1883 zog auch noch der Märit von der Kramgasse weg auf den neu gestalteten Bundesplatz. Am Ende dieses Jahres wollten die Geschäftsinhaber dieser Entleerung einen Riegel schieben.

 

Für die neue Kramgass-Gesellschaft, die aber schnell zu Kramgassleist umbenannt wurde, waren nebst der Belebung der Altstadt für die Händler, Handwerker und Geschäftsleute die Sauberkeit und laute Nachtbuben Themen.

 

Zur Verbesserung der Situation notleidender Menschen engagierte sich der Kramgassleist für die Speiseanstalt der untern Stadt, der heutigen Spysy.

 

1933 gab der Kramgassleist zu seinem 50-jährigen Bestehen eine Festschrift heraus.

 

Kunstausstellungen und Rendez-vous

1935 begann eine langjährige Zusammenarbeit mit Künstlern. Die Geschäfte stellten einmal jährlich ihre Schaufenster für Kunstwerke zur Verfügung. Da hingen Ölgemälde zwischen Rippli und Sauerkraut, oder eine skurrile Eisenplastik thronte über feiner Patisserie. Die Kramgass-Kunstausstellungen fanden Anklang bei der Bevölkerung.
In den 50er Jahren führte der Leist eine einheitliche Beflaggung bei wichtigen Anlässen ein, und zwar mit den bunten Ämterfahnen. Sie ersetzten das Durcheinander von zahlreichen grossen und kleinen Fahnen, die das architektonische Gesamtbild der Gasse zu ersticken drohten.

 

1955 begann der Leist unter dem Motto "Rendez-vous an der Kramgasse" grosse Anlässe zu organisieren. Ein Kramgass-Schiesset, ein Brunnenfest, mit dessen Reinerlös dem Kinderdorf Pestalozzi ein Dorfbrunnen gespendet wurde, ein Glockenfest zugunsten einer Glocke für die evangelische Kapelle des Inselspitals. Das „Rendez-vous der Welt“ 1966, an dem sich 30 von der Swissair angeflogene Städte in den Schaufenstern präsentierten und das "Rendez-vous der internationalen Folklore" fanden riesigen Anklang. Das "Rendez-vous mit Holland" bescherte der Gasse einen einmaligen Blumenschmuck unter freiem Himmel mit Tausenden eingeflogener Tulpen.

 

Weihnachtsschmuck und die Pflege der Kundschaft

Mitte der 60er Jahre wurde ein einheitlicher Weihnachtsschmuck gefunden, der noch heute Kunden und Anwohnern gefällt. Im Advent verleihen jeweils 250 Tannenbäume mit ihren Hunderten von Kerzen der Gasse eine traumhafte poetische Stimmung.

 

In den 60er Jahre wurde der Kramgass-Warenscheck eingeführt, der in den 90er Jahren zum Altstadt-Warencheck umbenannt wurde.

 

In den 70er Jahre beteiligten sich viele Kramgassgeschäfte an der Betriebsgesellschaft Rathaus-Parking AG durch den Erwerb von Aktien. Das Rathausparking war ein wichtiger Meilenstein für die Belebung der Altstadt durch das Anbieten von Parkplätzen.

 

1983, zum 100-jährigen Bestehen des Kramgassleists, wurde wiederum eine Publikation "Kramgasse" mit vielen eindrücklichen Wort- und Bildbeiträgen herausgegeben und mit einem attraktiven historischen Markt gefeiert.

 

Statuten

Klicken Sie hier für unsere Statuten (PDF-Dokument, 48 KB)

 

 

Weitere Informationen: www.bern-altstadt.ch

 

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